Campus Fichtenhain Krefeld
Der Campus Fichtenhain ist ein denkmalgeschütztes Gebäude welches Anfang des 20. Jahrhunderts als Ensemble von 12 Häusern für die Jugendvorsorge errichtet wurde...Das Projekt im Überblick
Der Campus Fichtenhain ist ein denkmalgeschütztes Gebäude welches Anfang des 20. Jahrhunderts als Ensemble von 12 Häusern für die Jugendvorsorge errichtet wurde. Bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts hatte das Gebäude mit seiner aus Tanzsaal, Küche und Transformatorstationen bestehenden Ausstattung eine zentrale Funktion für die gesamte Liegenschaft. Nach der erfolgten Sanierung unter den Auflagen der unteren Denkmalbehörde der Stadt Krefeld ist aus dem Gebäude heute ein modernes Büro geworden. Hinter der historischen Fassade wurden ca. 70 hochmoderne Büroarbeitsplätze in zwei Nutzungseinheiten geschaffen. Zur Erhaltung des Raumklimas können alle Räume über einer Erwärme gekoppelte Wärmepumpenanlage beheizt oder gekühlt werden. Dafür wurden unterhalb des Parkplatzes 11 Erdwärmesonden je 99m eingebracht.
Details
| Auftraggeber: | CF 57 GbR |
| Baumaßnahme: | Sanierung |
| Anlagengruppen: | 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8 |
| Leistungsphasen: | 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 |
Projektbeschreibung
Für das Gesamtbauvorhaben wurde ein integriertes Versorgungskonzept für die Energieträger Wärme, Wasser, Luft und Elektro aufgestellt. Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen ergaben, dass eine zentrale Wärmeversorgung mittels der vorhandenen öffentlichen Fernwärmeversorgung die wirtschaftlichste Lösung darstellt. Der Gesamtplanung lagt der Anspruch zugrunde einen energetischen Standard in Anlehnung an den Passivhausstandard zu realisieren. In diesem Zuge wurden daher sämtliche Klassenräume mit fassadenintegrierten Lüftungsgeräten mit hocheffizienten Wärmerückgewinnungseinheiten zur kontrollierten Be- und Entlüftung ausgestattet.
Energieersparnis durch gezielte Optimierung
Die Maßnahmen zur Verringerung der elektrischen Anschlussleistungen des Gebäudekomplexes sind vielfältig. Im Wesentlichen wurden energiesparende Leuchtmittel bis hin zu LED-Leuchtmitteln eingesetzt. Sämtliche Antriebsaggregate, wie Pumpen, Ventilatoren usw. sind mit drehzahlgeregelten Steuerungen ausgestattet. Übergeordnet sind auf der Gebäudeleittechnikseite entsprechende Optimierungs-Tools integriert, sodass eine stetige Optimierung im laufenden Betrieb gewährleistet werden kann.
Flexibilität für zukünftige Anforderungen
Bei dem Bauvorhaben wurde besonderer Wert auf eine flexible Nachinstallationsmöglichkeit gelegt. Hierzu wurde ein Schacht- und Trassensystem zu Schwerpunktverteilern in den jeweiligen Etagen und Funktionsbereichen errichtet, welches über geeignete Montageöffnungen (Revisionsöffnungen) eine flexible Nachinstallation ermöglicht. Von den Schwerpunktverteilern erfolgt die Verteilung bis zu den Endverbrauchern in abgehängten Decken in Kombination mit Brüstungskanälen im Fassadenbereich.


